Tagesgeldpreisvergleich
Lexikon

Kontoführungsgebühren

Kontoführungsgebühren sind die Entgelte, die eine Bank für die Führung eines Kontos berechnet. Beim Girokonto sind sie üblich, beim Tagesgeld dagegen die Ausnahme.

Verbreitete Modelle

  • Pauschal: fester Monatsbetrag, häufig 3 bis 12 Euro
  • Konditionsabhängig: kostenlos ab einem bestimmten monatlichen Geldeingang
  • Nutzungsabhängig: Grundpreis plus Entgelte je Buchung, Karte oder Abhebung

Tagesgeld sollte kostenlos sein

Ein Tagesgeldkonto ohne kostenlose Führung ist praktisch nie sinnvoll – Gebühren würden den Zinsertrag direkt schmälern. Achten Sie zusätzlich auf Nebenkosten: Entgelte für Auszahlungen, für Papierauszüge oder für die Kontoschließung. Eine Direktbank verzichtet in der Regel auf all das.

Was unzulässig ist

Der Bundesgerichtshof hat mehrfach Entgelte kassiert, mit denen Banken gesetzliche Pflichten auf Kunden abwälzen wollten – etwa Gebühren für die Bearbeitung von Lastschriftrückgaben oder für Ein- und Auszahlungen am Schalter über eine Freimenge hinaus. Zudem gilt seit dem BGH-Urteil von 2021: Preiserhöhungen brauchen die aktive Zustimmung des Kunden, bloßes Schweigen genügt nicht.

Was das in Euro ausmacht

10 Euro Monatsgebühr sind 120 Euro im Jahr – so viel Zins bringen bei 2,5 % erst rund 4.800 Euro Guthaben. Gebührenfreie Konten finden Sie im Girokontovergleich.


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