Bonität bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft eines Schuldners, seine Verbindlichkeiten vollständig und pünktlich zu erfüllen – also die Kreditwürdigkeit. Der Begriff gilt für Privatpersonen ebenso wie für Unternehmen, Banken und Staaten.
Bonität von Privatpersonen
Banken prüfen Einkommen, Beschäftigungsverhältnis, bestehende Verpflichtungen und Auskunfteidaten, allen voran den SCHUFA-Score. Das Ergebnis entscheidet über Kreditvergabe, Zinssatz und die Höhe des Dispositionskredits. Bei der reinen Eröffnung eines Tagesgeldkontos spielt die Bonität dagegen kaum eine Rolle – Sie leihen der Bank Geld, nicht umgekehrt.
Bonität von Banken und Staaten
Hier vergeben Ratingagenturen wie Standard & Poor's, Moody's und Fitch Noten von AAA (höchste Qualität) über BBB− (letzte Stufe des Investment Grade) bis D (Ausfall). Für Sparer ist das der relevante Teil: Die Bonität der Bank und ihres Sitzlandes bestimmt, wie belastbar die Einlagensicherung im Ernstfall ist – siehe Länderrating.
Die Faustregel
Auffällig hohe Zinsen sind fast immer eine Risikoprämie. Wer Angebote vergleicht, sollte Zins und Bonität zusammen betrachten – im Festgeldvergleich stehen beide Angaben nebeneinander.
