Tagesgeldpreisvergleich
Lexikon

Wertstellung

Die Wertstellung – auch Valuta genannt – ist das Datum, ab dem ein Betrag zinswirksam wird. Sie ist zu unterscheiden vom Buchungstag, an dem die Bewegung auf dem Kontoauszug erscheint.

Warum der Unterschied wichtig ist

Verzinst wird nach Wertstellung, nicht nach Buchungstag. Eine Gutschrift, die am 3. gebucht, aber auf den 1. wertgestellt wird, bringt zwei Tage mehr Zinsen. Umgekehrt kann eine Belastung mit früherer Wertstellung die Zinsbelastung im Soll erhöhen.

Die gesetzlichen Regeln

Seit der Umsetzung der Zahlungsdiensterichtlinie gilt: Eingehende Zahlungen müssen taggleich mit dem Eingang bei der Empfängerbank wertgestellt werden. Bareinzahlungen auf ein Verbraucherkonto sind sofort wertzustellen. Die früher verbreitete Praxis, sich durch verzögerte Wertstellung Zinstage zu sichern, ist damit unzulässig – der BGH hat sie mehrfach beanstandet.

Wo es noch Abweichungen gibt

Bei Scheckgutschriften und Wertpapiergeschäften weicht die Valuta weiterhin regelmäßig ab – im Wertpapierhandel meist um zwei Bankarbeitstage.

Praxistipp fürs Tagesgeld

Prüfen Sie bei größeren Umbuchungen die Wertstellung auf beiden Konten. Ungünstig abgestimmt entstehen ein bis zwei zinslose Tage – bei 50.000 Euro und 3 % sind das immerhin rund 8 Euro. Siehe auch Zinsgutschrift.


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