Der Dispositionskredit – kurz Dispo – ist ein mit der Bank vereinbarter Kreditrahmen, bis zu dem Sie Ihr Girokonto überziehen dürfen. Er ist an keinen Verwendungszweck gebunden, muss nicht beantragt werden, sobald er einmal eingeräumt ist, und wird taggenau verzinst: Zinsen fallen nur auf den tatsächlich in Anspruch genommenen Betrag und nur für die Tage der Inanspruchnahme an.
Wie hoch ist der Dispo?
Üblich sind zwei bis drei Netto-Monatsgehälter. Die konkrete Höhe hängt von regelmäßigen Geldeingängen und der Bonität ab und kann von der Bank jederzeit angepasst oder gekündigt werden.
Was kostet der Dispo?
Dispozinsen liegen deutlich über dem EZB-Leitzins und gehören zu den teuersten Kreditformen für Privatkunden – zweistellige Sätze sind keine Seltenheit. Zum Vergleich: Für Guthaben auf dem Tagesgeldkonto erhalten Sie nur einen Bruchteil davon. Wer dauerhaft im Soll steht, zahlt also ein Vielfaches dessen, was er auf der Sparseite verdient.
Dispo, Überziehungskredit, Überziehungszinsen
- Dispositionskredit: vorab vereinbarter Rahmen, verzinst mit den Dispozinsen.
- Überziehungskredit: der Oberbegriff für jede Kontoüberziehung, häufig synonym zum Dispo verwendet.
- Überziehungszinsen: fallen an, wenn Sie über den Disporahmen hinaus ins Minus gehen – noch einmal teurer.
Günstigere Alternativen
Wird der Dispo zur Dauerlösung, ist ein Ratenkredit fast immer billiger. Noch besser: eine Rücklage auf einem gut verzinsten Tagesgeldkonto, die genau solche Engpässe abfängt. Aktuelle Konditionen finden Sie im Tagesgeldvergleich.
