Grexit ist ein Kunstwort aus Griechenland und dem englischen Exit. Es entstand während der europäischen Staatsschuldenkrise ab 2010 und bezeichnete das damals ernsthaft diskutierte Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone. Zum Grexit kam es nie – Griechenland blieb Mitglied der Währungsunion.
Worum ging es?
Bei einem Austritt hätte Griechenland den Euro als Währung aufgegeben und eine eigene Währung wieder eingeführt, die Drachme. Diese hätte gegenüber dem Euro stark abgewertet. Befürworter erhofften sich davon günstigere Exporte und mehr Wettbewerbsfähigkeit, Gegner warnten vor Kapitalflucht, Inflationsschub und einer Kettenreaktion in anderen Euroländern.
Was Sparer daraus mitnehmen
Der Begriff ist heute vor allem als Sprachschöpfung im Gedächtnis geblieben – nach ihm entstanden „Brexit“ und weitere Analogien. Für Anleger bleibt die eigentliche Lehre aktuell: Wer Zinsangebote aus dem europäischen Ausland nutzt, sollte nicht nur auf den Zinssatz schauen, sondern auch auf das Länderrating und darauf, welches nationale Einlagensicherungssystem im Ernstfall haftet. Im Festgeldvergleich weisen wir beides aus.
