Als Referenzkonto bezeichnet man das fest hinterlegte Gegenkonto zu einem Tagesgeldkonto, Festgeldkonto oder Depot. Auszahlungen sind ausschließlich auf dieses eine Konto möglich – in der Regel Ihr eigenes Girokonto.
Warum diese Einschränkung?
Das Referenzkonto ist eine zusätzliche Sicherheitsstufe. Verschafft sich ein Unberechtigter Zugang zu Ihrem Tagesgeldkonto, kann er das Geld nicht auf ein fremdes Konto lenken, sondern nur auf Ihr eigenes Referenzkonto überweisen. Der Schaden bleibt damit begrenzt, selbst wenn die Zugangsdaten kompromittiert sind. Aus demselben Grund ist ein Tagesgeldkonto kein Zahlungsverkehrskonto: Es gibt weder Karte noch Daueraufträge an Dritte.
Kann man das Referenzkonto ändern?
Ja, aber nur mit erneuter Legitimation – meist per VideoIdent, PostIdent oder durch eine Überweisung von dem neuen Konto. Genau diese Hürde macht das Verfahren sicher. Planen Sie dafür einige Tage ein, bevor Sie größere Beträge abrufen wollen.
Worauf beim Kontowechsel achten
Wer sein Girokonto wechselt, sollte das Referenzkonto bei allen Anlagekonten nachziehen. Sonst läuft die Auszahlung eines fällig werdenden Festgelds ins Leere. Gerade beim Tagesgeld-Hopping mit häufig wechselnden Banken lohnt sich eine kleine Übersicht der hinterlegten Referenzkonten.
