Tagesgeldpreisvergleich
Lexikon

Sollzins

Der Sollzins ist der Zinssatz, den ein Kreditnehmer für die Überlassung von Geld zahlt. Der Begriff hat den früheren „Nominalzins“ im Kreditgeschäft rechtlich abgelöst. Das Gegenstück auf der Sparseite ist der Habenzins.

Gebunden oder veränderlich

  • Gebundener Sollzins: für einen vereinbarten Zeitraum fest – typisch bei Ratenkrediten und Baufinanzierungen. Sie haben Planungssicherheit.
  • Veränderlicher Sollzins: die Bank darf ihn anpassen – typisch beim Dispositionskredit. Steigen die Marktzinsen, steigt auch Ihre Belastung.

Sollzins ist nicht Effektivzins

Der Sollzins enthält keine Nebenkosten. Erst der Effektivzins berücksichtigt Bearbeitungsentgelte und die Art der Tilgungsverrechnung und ist deshalb der Wert, mit dem Kreditangebote verglichen werden. Banken sind verpflichtet, beide Zahlen auszuweisen.

Sollzinssatz beim Girokonto

Den aktuellen Sollzinssatz für Dispo und geduldete Überziehung müssen Banken dauerhaft im Preisaushang und im Online-Banking veröffentlichen. Ein Vergleich lohnt sich: Die Spanne zwischen den Instituten ist erheblich – siehe Girokontovergleich.


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