Der Realzins ist der um die Inflation bereinigte Zins. Er beantwortet die entscheidende Frage: Kann ich mir mit meinem Ersparten nächstes Jahr mehr leisten als heute?
Formel
Realzins ≈ Nominalzins − Inflationsrate
Für den Alltag reicht diese Näherung. Exakt lautet sie: (1 + Nominalzins) ÷ (1 + Inflationsrate) − 1.
Beispiel
Ihr Tagesgeldkonto bringt 2,5 %, die Inflation liegt bei 2,0 %. Der Realzins beträgt dann rund 0,5 %. Bei 20.000 Euro sind das real etwa 100 Euro Kaufkraftgewinn – nominal standen 500 Euro auf dem Kontoauszug.
Negativer Realzins
Liegt die Inflation über dem Zins, ist der Realzins negativ: Das Guthaben wächst, die Kaufkraft schrumpft. Diese Situation prägte die Jahre der Niedrigzinsphase und die Inflationsspitze 2022/23. Man spricht dann von finanzieller Repression.
Und die Steuer?
Streng genommen zählt der Realzins nach Steuern. Rechnen Sie also mit dem Zins abzüglich Abgeltungsteuer – ein Grund mehr, den Freistellungsauftrag auszuschöpfen. Die besten Nominalzinsen als Ausgangspunkt finden Sie im Tagesgeldvergleich.
