Inflation ist der anhaltende Anstieg des allgemeinen Preisniveaus. Für denselben Euro bekommt man weniger Ware – die Kaufkraft sinkt. Für Sparer ist sie der stille Gegenspieler des Zinses.
Wie wird sie gemessen?
In Deutschland über den Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes, europaweit über den harmonisierten Index HVPI. Beide bilden einen Warenkorb typischer Haushaltsausgaben ab. Die Kerninflation klammert die schwankungsanfälligen Energie- und Nahrungsmittelpreise aus und zeigt den zugrunde liegenden Trend deutlicher.
Das Ziel der Notenbank
Die EZB strebt mittelfristig 2 % an. Zu hohe Inflation entwertet Vermögen, zu niedrige oder negative (Deflation) lähmt die Wirtschaft. Steuerungsinstrument ist der Leitzins.
Was Inflation mit Ihrem Guthaben macht
Entscheidend ist nicht der Zins auf dem Kontoauszug, sondern der Realzins – Zins minus Inflation, idealerweise auch minus Steuern. Ein Rechenbeispiel: 20.000 Euro verlieren bei 3 % Inflation und 0 % Zins in fünf Jahren rund 2.700 Euro an Kaufkraft.
Was Sparer tun können
- Kein Geld unverzinst auf dem Girokonto liegen lassen – siehe Tagesgeldvergleich.
- Bei erwartet sinkenden Zinsen das Niveau per Zinsbindung sichern.
- Den Freistellungsauftrag ausschöpfen, damit vom Zins möglichst viel übrig bleibt.
