Als Tagesgeld-Hopping bezeichnet man die Strategie, regelmäßig zu der Bank zu wechseln, die gerade den höchsten Aktionszins für Neukunden bietet. Läuft die Aktionsfrist ab, geht es weiter zum nächsten Angebot.
Was es bringt
Die Spanne zwischen Spitzenangebot und Durchschnitt beträgt regelmäßig mehr als einen Prozentpunkt. Bei 30.000 Euro sind das rund 300 Euro Zinsdifferenz im Jahr – für zwei bis drei Kontoeröffnungen pro Jahr eine ordentliche Stundenvergütung.
Was es kostet
- Kontoeröffnung samt Legitimation, meist per VideoIdent
- Verwaltungsaufwand: Fristen im Blick behalten, Konten wieder auflösen
- Freistellungsaufträge immer wieder neu aufteilen
- zinslose Tage während der Umbuchung – siehe Wertstellung
Worauf Sie achten sollten
- Neukundendefinition: Manche Banken sperren ehemalige Kunden für 12 bis 24 Monate.
- Höchstbetrag: Über der Grenze gilt oft nur der magere Standardzins, siehe Staffelzins.
- Einlagensicherung: Der höchste Zins nützt nichts, wenn das Sitzland wackelt.
- SCHUFA: Die reine Eröffnung eines Tagesgeldkontos belastet den Score nicht (siehe SCHUFA).
Die entspannte Variante
Wem das zu viel Aufwand ist, prüft einmal jährlich, ob der eigene Zins noch im oberen Drittel liegt, und wechselt nur bei deutlichem Abstand. Aktuelle Konditionen: Tagesgeldvergleich.
