Die Zinsbindung bezeichnet den Zeitraum, für den ein Zinssatz vertraglich festgeschrieben ist. Innerhalb dieser Frist darf ihn keine Seite ändern – unabhängig davon, wie sich der EZB-Leitzins entwickelt.
Zinsbindung beim Festgeld
Beim Festgeld – sofern Sie die Mindestanlage erreichen – entspricht die Zinsbindung genau der Laufzeit. Sie wissen bei Vertragsabschluss auf den Cent, wie viel Sie am Ende erhalten. Das ist der wesentliche Unterschied zum Tagesgeld, dessen variabler Zinssatz jederzeit angepasst werden kann.
Chance und Risiko
- Fallende Marktzinsen: Die Zinsbindung schützt Sie – Sie kassieren weiter den alten, höheren Satz.
- Steigende Marktzinsen: Sie kommen nicht heran und verpassen die besseren Angebote. Das nennt man Zinsänderungsrisiko.
Zinstreppe als Kompromiss
Wer sich nicht festlegen will, teilt die Anlagesumme auf mehrere Laufzeiten auf – etwa je ein Drittel auf 12, 24 und 36 Monate. Jedes Jahr wird ein Teil frei und kann zu den dann gültigen Konditionen neu angelegt werden. Die Laufzeiten im Überblick: Festgeldvergleich.
