Ein variabler Zinssatz ist nicht für eine bestimmte Dauer garantiert, sondern kann von der Bank angepasst werden. Beim Tagesgeld ist das der Regelfall – genau deshalb bleibt das Geld dort täglich verfügbar.
Wie Banken anpassen dürfen
Die Anpassung erfolgt in der Regel mit Wirkung für die Zukunft und muss dem Kunden mitgeteilt werden, meist per Nachricht im Online-Banking. Willkürliche Änderungen sind unzulässig: Zinsanpassungsklauseln müssen transparent sein und sich an einem nachvollziehbaren Referenzwert orientieren – dazu gibt es umfangreiche Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs.
Was das praktisch bedeutet
Sinkt der Leitzins, senken Banken den Tagesgeldzins meist zügig; Erhöhungen geben sie oft verzögert weiter. Ein Angebot, das heute an der Spitze steht, kann in wenigen Monaten Mittelmaß sein. Prüfen Sie Ihren Zinssatz daher regelmäßig – siehe Tagesgeld-Hopping.
Variabel oder fest?
Wer Planungssicherheit braucht, wählt Festgeld mit fester Zinsbindung. Wer Flexibilität braucht – etwa für den Notgroschen – nimmt den variablen Zins in Kauf. Häufig ist eine Aufteilung auf beides die praktikabelste Lösung.
