Der Notgroschen ist die eiserne Reserve für ungeplante Ausgaben: kaputte Waschmaschine, Autoreparatur, Zahnersatz oder ein Einkommensausfall. Er ist keine Geldanlage, sondern eine Versicherung gegen teure Notlösungen – vor allem gegen den Dispositionskredit.
Wie viel ist sinnvoll?
Als Faustregel gelten drei bis sechs Netto-Monatsausgaben. Höher ansetzen sollten Sie, wenn Sie selbstständig sind, ein schwankendes Einkommen haben, Immobilieneigentum besitzen oder alleinverdienend für eine Familie sorgen. Rechnen Sie mit den tatsächlichen Ausgaben, nicht mit dem Einkommen – das ist die realistischere Größe.
Drei Anforderungen an den Aufbewahrungsort
- Jederzeit verfügbar – ohne Kündigungsfrist
- Wertstabil – keine Kursschwankungen
- Verzinst – damit die Inflation nicht zu viel abträgt
Das Tagesgeldkonto erfüllt alle drei Punkte und ist deshalb der Standardort. Ungeeignet sind Festgeld (gebunden), Aktien und ETFs (schwankend) und das Girokonto (unverzinst).
So bauen Sie ihn auf
Ein Dauerauftrag direkt nach dem Gehaltseingang ist der wirksamste Weg – erst sparen, dann ausgeben. Wichtig: Der Notgroschen ist kein Urlaubsbudget. Wird er gebraucht, füllen Sie ihn anschließend wieder auf. Passende Konten finden Sie im Tagesgeldvergleich.
